18.12.2018  

Realitäten vs. Illusionen / Ideologien / Dilettantismus

 
                     
 

Der amerikanische Schauspieler und Stand-Up-Comedian Jeffrey Marschall Foxworthy brachte bereits 2016 folgende Wahrheiten auf die Bühne (Auszüge mit  Ergänzungen):
 

 
  „Es ist seltsam – man darf über Katholiken Witze machen, den Papst durch den Kakao ziehen, über Juden, Christen, Iren, Italiener, Polen, Deutsche usw. lachen - aber über Moslems?"
Dann ist man sofort ein Rassist, ein Nazi und ggf. mit dem Tode bedroht (Salm Rushdie, Redakteure der dänischen "Jyllands Posten" usw.).

Vor nicht all zu langer Zeit hat Deutschland über Friesen-Witze gelacht...
Erzählen sie heute mal einen Friesen-Witz und ersetzen sie "Friese" durch "Moslem" - ihre Gesundheit und ihr polizeiliches Führungszeugnis sind ernsthaft gefährdet.

Moslems sind unglücklich!
Sie sind unglücklich in Palästina… Sie sind unglücklich in Ägypten und Libyen… Sie sind unglücklich in Marokko, Iran, Irak, Jemen… Und auch in Afghanistan, Pakistan, Syrien, Libanon und in anderen muslimischen Ländern.

Wo aber sind sie glücklich?
Sie sind glücklich in Deutschland … Sie sind glücklich in den USA... Sie sind glücklich in Australien… Sie sind glücklich in England, in Frankreich und in Italien, in Schweden, Norwegen und in anderen europäischen, nicht-muslimischen Ländern.
 

 
  Sie sind glücklich in jedem nicht-muslemischen Land und unglücklich in jedem muslemischen Land.
Und wen machen sie dafür verantwortlich? Nicht den Islam. Nicht ihre islamischen Führer. Nicht sich selbst.

Sie machen dafür die Länder verantwortlich, in denen sie glücklich sind - und sie wollen diese Länder so verändern, dass diese Länder so werden wie die, aus denen sie gekommen sind, in denen sie so unglücklich waren!
"Warum erlauben WIR denen, unsere Länder in islamische zu verwandeln?! Sind wir tolerant oder einfach nur dämlich?”
 
     
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Das Fachkräftezuwanderungsgesetz.
Bei all der Aufregung der letzten Tage ging die aus deutscher Sicht wichtigste Meldung der Woche völlig unter:
„Die Arbeitsgruppe der Unionsinnenpolitiker im Bundestag dringt auf Änderungen der wesentlichen Elemente des Entwurfs für das Fachkräfteeinwanderungsgesetz.
In einem WELT vorliegenden Brief an Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), die gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für den Gesetzentwurf hauptverantwortlich sind, kritisieren die Innenpolitiker ,Missbrauchsmöglichkeiten und mögliche Fehlanreize‘ des geplanten Gesetzeswerks.“
 
 
 

Der Gesetzesentwurf sieht zum Beispiel vor, eine Aufenthaltserlaubnis bereits für die Ausbildungsplatzsuche zu erteilen.
Diese Regelung schaffe „erstmals eine Zuwanderungsmöglichkeit für gänzlich Unqualifizierte aus Nicht-EU-Staaten ohne Vorliegen eines Ausbildungsplatzes“, schrieben die Innenexperten von CDU und CSU.

Geplant sei weiterhin eine Ausweitung der Aufnahme von ungelernten Nicht-EU-Ausländern in Branchen ohne Fachkräftemangel: 
„Der Referentenentwurf sieht erstmals auch die Zuwanderungsmöglichkeit für Personen ohne formalen Abschluss vor.“
 
Diese Regelung wollen die Unionsrebellen komplett streichen.

Ebenfalls verhindern wollen sie die Ausweitung der Bleiberechte für abgelehnte Asylbewerber mit Job.
 

 
  All das ist nachlesbar, spielte sich aber komplett unter dem Radar breiter öffentlicher Wahrnehmung ab (ähnlich wie beim UN-Migrationspakt) – allein schon deswegen, weil die Berichte, wenn überhaupt, weitgehend über Regionalmedien verstreut sind.
Fast alle Medien mit großer Reichweite hielten sich auffallend zurück.

Dabei müsste das alles eigentlich ein Aufreger sein. Eigentlich.
Aber lediglich die Chefkorrespondentin für Wirtschaftspolitik reagierte auf „Welt Online“ mit dem Kommentar "Das ist eine Einladung an die Falschen".

Ein Fachkräftezuwanderungsgesetz, das ausgerechnet die Zuwanderung ausgewiesener Nichtfachkräfte erleichtert – solchen Irrsinn dürfte die AfD zu Recht als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk feiern.
 
 
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Mit 5G schnelles WLAN flächendeckend für alle!
Diese Verheißung ist in aller Munde - zumindest bei den Politikern, aber nicht bei den Fachleuten.

Anstatt erst einmal 4G tatsächlich "flächendeckend" zu installieren, greifen die politischen Dilettanten mit 5G schon nach den nächsten (unerreichbaren)  Sternen.

Betrachten wir zunächst einmal den Begriff "flächendeckend": Damit ist nichts gemeint, was irgendwie mit "Fläche" zu tun hat, sondern lediglich der prozentuale Anteil der Bevölkerung, der auf das Netz zugreifen kann.

Vodafone meldete vor wenigen Tagen eine Netzabdeckung von knapp über 90 Prozent. Die Telekom nennt ähnliche Zahlen, bei Telefónica Deutschland liegt die Netzabdeckung bei etwa 80 Prozent.
Doch die Statistiken, welche die Netzbetreiber nennen, beziehen sich immer auf eine Abdeckung nach Bevölkerung und nie nach Fläche.
Das heißt, wenn die Netzabdeckung 90% beträgt, dann sind in erster Linie die Städte versorgt - aber nicht die Leute auf dem Lande, die sitzen nach wie vor im Funkloch.
 
 
  Und jetzt schwadronieren absolut kenntnisfreie Politiker von 5G und selbstlenkenden Autos.
Ein 4G-Sendemast hat eine Reichweite von ca. 10 km, Ende 2016 waren in Deutschland 44.100 4G-Sendemasten installiert.
Um alle Funklöcher wirklich flächendeckend zu stopfen, wären ca. 80.000 Sendemasten nötig.
 
 
  Ein 5G-Sendemast hat eine Reichweite von 200 m bis max. 500 m.
Im Durchschnitt müsste jeden Kilometer ein 5G-Sendemast aufgebaut, mit Glasfaser angeschlossen und mit Strom versorgt werden.
Wir müssten ganz Deutschland aufgraben, um die geforderte Flächendeckung herzustellen - das ist schlicht nicht machbar!

Und selbst wenn - damit wäre nichts geholfen, denn die Netzanbieter weigern sich, Roaming zu betreiben.
Roaming heißt, dass Netzanbieter auch Kunden anderer Anbieter versorgen - kein Roaming aber bedeutet:
Wenn man z.B. als T-Com-Kunde den Netzbereich der Telekom verlässt und in den Netzbereich von z.B. Vodafon kommt, hat man kein Netz - und umgekehrt.
Ohne Roaming müsste jeder Anbieter sein eigenes, flächendeckendes (!) Sendemastennetz aufbauen.
 
 
 

Als ob das nicht schon genug wäre:

 
 

Die 5G-Sendemasten müssen per Glasfaser
mit dem Datenstrom versorgt werden.

Es genügt also nicht, einige
Hunderttausend 5G-Sendemasten
aufzustellen - nein, die entsprechenden
Glasfaseranschlüsse müssten
auch installiert werden.

 
     
  Und in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage:
Warum erfährt der Bürger von den Politikern oder aus deren Jubelmedien nichts von diesen physikalischen Gesetzmäßigkeiten?

Aber was will erwarten, wenn "Experten" wie der neue CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (Juristisches Staatsexamen nicht bestanden, danach abgebrochenes Studium der  Kommunikationswissenschaften) über autonomes Fahren auch auf Autobahnen per 5G-Netz schwadronieren.
Na ja - wenigstens hat Ziemiak Abitur und einen Führerschein...
 
     
 

Und es stellt sich eine 2. Frage:
Warum tun Politiker und deren Medien so, als ob 5G in kurzer Zeit verfügbar wäre - obwohl jeder,
der etwas Ahnung von der Materie hat, weiß, dass das Ganze, zumindest flächendeckend, gar nicht machbar ist?

Geht es ihnen nur darum, die Facebook-, WhatsApp-, Instagram- und YouTube-Generation
zu den Wahlurnen zu locken und ihnen die Hand für das Kreuz an der "richtigen" Stelle zu führen?
Wie war das mit dem "Populismus"?

 
                     
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