04.04.2018  

Deutschland - ein fremdbestimmtes Entwicklungsland

 
                     
 

Es ist immer wieder verblüffend, wie Deutschland, dank der "hervorragenden" Arbeit unserer Politiker, in den selbstverständlichsten Dingen andern Länder hinterherhinkt.

 
     
 

Digitalisierung:
Das ist das aktuelle Schlagwort unserer politischen Schalmeien, mit dem sie (fast) jeden Mißstand beheben wollen - mehr fällt ihnen auch nicht ein und sie selbst haben höchstens die "Fachkompetenz" für Smartphone-Gedaddel.

Am lautesten schreit zur Zeit Dorothee Bär, die neue Staatsministerin für Digitales, die den Schulranzen abschaffen will.
Ihrer Meinung nach braucht ein Schüler nur Tablet, Schulbrot und Sportsachen - Bücher und Hefte sind nach ihrer Meinung überflüssig.

Auch Kleinkinder könnten Tablets ohne Bedenken nutzen, meint die Staatsministerin:
„Es gibt für Kinder tolle Lern-Apps mit schönen Illustrationen oder Tierstimmen. Wenn ein zweijähriges Kind sich so etwas für 5 Minuten anschaut, ist das kein Problem.“
 

 
 

Dass die Digitalisierung der Arbeitswelt dienen soll, ist ein gern geglaubter und ebenso gern kolportierter Irrtum.
Verschwiegen wird die Absicht, die Bürger (besonders die Jugendlichen) mit dem Smartphone an Facebook & Co. zu binden um dann dort per Zensur massiv "Meinungsbildend" einzugreifen.

TV und Presse haben die Altparteien ja schon fest im Griff - die sozialen Medien sind aber noch weitgehend unabhängig.
 

 
 

Bereits 2009 wurde ein flächendeckendes 50-MBit/s-LAN bis Ende 2014 versprochen, 2014 wurde dieses Versprechen für Ende 2018 wiederholt.
Tatsächlich surft jeder 2. besonders auf dem Lande im Schneckentempo - Rumänien, Lettland und Portugal lachen uns aus.

Und jetzt versprechen sie uns flächendeckend 100 MBit/s - nachdem sie jahrelang 50 MBit/s nicht hingekriegt haben!

Wie es tatsächlich aussieht, zeigt der Breitbandatlas der Bundesregierung und wie es beim Bürger vor Ort aussieht, kann man bei der Telekom erfahren (nach unten scrollen und Postleitzahl oder Ort in das Suchfeld eingeben).

Zu dem oft versprochenem 50-MBit/s-LAN wäre aber noch zu bemerken, dass der gerade mal für eine Privatwohnung ausreicht.
Die Mitarbeiter eines Unternehmens müssen sich diesen Zugang teilen und haben so viele Zigaretten- und Kaffeepausen beim eMail-Versand.

Wer wissen will, was sein Internet-Zugang tatsächlich leistet, kann das hier (unabhängig und neutral) testen.

 
 


Der Ausbau der Internetzugänge soll besonders beim WLAN vorangetrieben werden - das entspricht der eigentlichen Zielsetzung:
Meinungsmanipulation per Smartphones und ist billiger.
Denn wer "arbeitet" mit Smartphone und Facebook wirklich und produktiv?

Als weiteres Übel kommt die Profitgeilheit von Telekom, Vodafone & Co. noch dazu - tatkräftig durch Lobbyisten vorangetrieben.
Laut dem SPIEGEL ist mobiles Surfen in Deutschland deutlich teurer als in den Nachbarländern.

Die Telekom bietet jetzt als erster Anbieter eine echte Flatrate mit unbegrenztem Datenvolumen für 80.- € / Monat an.
So etwas kostet in den Niederlanden 35.- €, in Frankreich 40.-€ und in Schweden 49.- €.
 

 
 

Bisher umfassen die angeblichen "Flatrates" in High-Tech-Country Germany immer nur ein limitiertes Datenvolumen, bei Überschreitung wird die Verbindung auf  grottenlahme 64 KB/s gedrosselt oder Nachzahlung wird fällig.

Und da wären wir bei der digitalen Kompetenz der (meisten) Smartphone-Nutzer, die ja (angeblich) per Digitalisierung Deutschland in ungeahnte Höhen führen werden. Aber wenn es keine App für alles und jedes gibt, sind sie hilflos.

Zum Beispiel:
Mir ist keine offizielle App bekannt, die Bilder vor dem verschicken verkleinert um das versenden von unsinnig-riesigen Bildern mit entsprechendem Datenvolumen per WhatsApp & Co. zu vermeiden - denn beim Anbieter klingelt dadurch ja die Kasse.
 

 
 

Ein Bild (Auflösung 72 DPI) mit einer Größe von 3264x2448 Pixel
hat ein Datenvolumen von ca. 2,5 MB (=20.000 KB).

Mit in 800x600 Pixel hätte es ein Datenvolumen
von 290 KB  -  also gerade mal der 68ste (!) Teil.


Wie unsinnig das versenden dieser riesigen Bilder ist, zeigt folgender Vergleich:
Mit 3264x2448 Pixel wäre das Bild ausgedruckt ca.115x86 cm groß. Mit 800x600 Pixel wäre es ausgedruckt ca. DIN A4 groß.
 
 
Auf dem Smartphone sieht man das Bild sowieso nur max.10x15 cm groß - was soll also der Unsinn?
Ganz einfach: Die "Flatrate" wird schneller aufgebraucht und beim Anbieter klingelt die Kasse.
Aber wer von den Helden der Zukunft hat darüber schon mal nachgedacht?
 
     
     
  Thema Fremdbestimmung:
Warum ist die größte Kanzlerin aller Zeiten (GröKaz) in der EU so beliebt? Weil sie das größte Portemonnaie hat - nämlich unseres!

Deutschland ist der größte Nettozahler in der EU und hat 2016 mit 12,9 Milliarden € fast soviel eingezahlt wie Frankreich (8,2), Italien (2,3), Niederlande (2,1) und Belgien (1,2) zusammen!
Trotzdem ist Deutsch in Brüssel nur eine Sprache unter vielen und keine offizielle Amtssprache - das sind Französisch und (noch?) Englisch.

Ähnlich unwichtig sind wir in den Kommissionen und im EU-Parlament.
Es kann doch nicht sein, dass Malta mit insgesamt 450.000 Einwohnern oder der Schuldenbuckel und Eintrittsbetrüger Griechenland (der neben den "normalen" jährlichen 4,3 Milliarden jetzt schon wieder einen zusätzlichen "Kredit" über 6,7 Milliarden erhält), genauso viel Stimmrecht haben wie der mit Abstand größte Einzahler Deutschland?
 
 
  Hier ein weiteres (zugegeben profanes) Beispiel wer in Brüssel das Sagen hat - der Zahlmeister Deutschland ist es jedenfalls nicht.
Oder wer wohl hat das Design der Euro-Münzen bestimmt?
 
 
 
10-Francs Münze (Frankreich, 1991) 1-Euro Münze (aktuell) 1-Deutsche Mark Münze
500-Lira Münze (Italien, 1992) 2-Euro Münze (aktuell) 2-Deutsche Mark Münze